Wählergemeinschaft Landkreis Harburg 

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Heidewasser für Hamburg: Wie viel Wasser braucht Hamburg wirklich?

Pro-und-Contra-Diskussion am 27. Nov. 2009 in der Heidehalle Wesel

Seit rund 25 Jahren pumpt Hamburg kostbares Grundwasser aus der Nordheide nach Hamburg – derzeit jährlich 15,7 Mio cbm auf der Grundlage einer Erlaubnis, die die damalige Bezirksregierung nach Ablauf der Bewilligung Ende 2004 erteilt hat. Nach nunmehr fast 5 Jahren Stillstand ist das neue Bewilligungsverfahren jetzt endlich in Gang gekommen. Vor kurzem legte Hamburg dem Landkreis Harburg als Bewilligungsbehörde arburg seinen Antrag auf Förderung von jährlich 16,6 Mio cbm für die nächsten 30 Jahre vor. Die in 15 Aktenordnern gebündelten Unterlagen liegen derzeit öffentlich aus und werden politisch – bevor sie im nächsten Jahr im Kreistag behandelt werden – in den Gremien der betroffenen Samtgemeinden Hanstedt, Salzhausen und Tostedt beraten. Die Frist für Einwendungen wurde vom Landkreis bis zum 23. Januar 2010 verlängert.

In dieser derzeit wichtigsten umweltpolitischen Frage des Landkreises hält die Wählergemeinschaft eine breite Information und Beteiligung der Öffentlichkeit sowie der politischen Gremien im Kreis und den Samtgemeinden für notwendig. Grundlage dafür bildet der im März 2007 auf Antrag der Wählergemeinschaft vom Kreistag einstimmig gefasste Beschluss, die Beschlussfassung über die Bewilligung zur Wasserentnahme an sich zu ziehen und damit dem Landrat bei den Verhandlungen mit Hamburg den Rücken zu stärken. Seit Vorlage des Hamburger Antrages ist in den letzten Wochen im Landkreis bereits eine heftige öffentliche Diskussion entbrannt. Dabei haben sich Bürger und Vertreter von Politik und Umweltverbänden bisher einhellig kritisch mit den Hamburger Vorstellungen auseinander gesetzt.

„Ich halte es für wichtig, dass wir als Grundlage für die weiteren Beratungen im Kreistag und in den Samtgemeinden Informationen von beiden Seiten öffentlich diskutieren“, sagt Harald Stemmler, Vorsitzender der WG-Fraktion im Kreistag. „Deshalb haben wir für unsere Informations- und Diskussionsveranstaltung am 27. November sowohl Vertreter der Hamburger Wasserwerke als auch der Interessengemeinschaft Grundwasserschutz Nordheide eingeladen. Wenn die Vertreter von Hamburg Wasser hier zum ersten Mal die Gelegenheit erhalten, ihren Antrag öffentlich zu begründen und gegen die Kritik zu verteidigen, verspricht die Diskussionsrunde mit Sicherheit einen hochinteressanten und spannenden Abend. Die ökologischen Auswirkungen der Wasserentnahme auf unsere Region,  die Beleuchtung des von Hamburg dargestellten Wasserbedarfs und die ökonomischen Fragestellungen im Hinblick auf einseitig auf Hamburger Seite durch Wasserförderung und Wasserverkauf festzustellende Gewinne werden im Mittelpunkt des Diskussionsabends stehen.“

 

Heidewasser für Hamburg: Wie viel Wasser braucht Hamburg wirklich?

Pro und Contra mit Vertretern der Hamburger Wasserwerke und der IGN

Informations- und Diskussionsveranstaltung der Wählergemeinschaft  LK Harburg

 

Freitag 27. November 2009 – 19:00 Uhr - Heidehalle Wesel – Am Höllenhoff, 21274 Wesel

 

Auf dem Podium:

Dr. Jörg Grossmann (Hamburg Wasser - Leiter der Abteilung Wasserwirtschaft)

Dr. Hermann Kukowski (Hamburg Wasser – Sachbearbeiter für Wasserrechtsverfahren)

Gerhard Schierhorn (IGN – Interessengemeinschaft Grundwasserschutz Nordheide)

Harald Stemmler (Vorsitzender und Fraktionsvorsitzender der WG LK Harburg)

15.11.2009 / Autor: Harald Stemmler

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